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Szenische Einweihung Arthur-Schnitzler-Platz

Kaum zu glauben, aber wahr: In Wien war bisher kein öffentlicher Raum nach dem Arzt und Schriftsteller Arthur Schnitzler (1862–1931) benannt. Wie dieser große Sohn der Stadt hieß keine Gasse oder Straße, kein Ring, Park oder Platz. Letzterer ist nun gefunden: Durch einen Beschluss des Wiener Gemeinderatsausschusses für Kultur, Wissenschaft und Sport nennt sich das bisher namenlose Pflaster zwischen Burg- und Neustiftgasse und der zweigeteilten Museumsstraße nunmehr Arthur-Schnitzler-Platz. Festlich eingeweiht wird der Platz am Samstag, den 6. Mai, um 10 Uhr – mit einem szenischen Programm außer- und innerhalb des Volkstheaters. Schauspieler/innen bewegen sich auf Schnitzlers Spuren in und um das Haus.

Mit dem Volkstheater hat Arthur Schnitzler mehr zu tun, als man auf Anhieb meinen möchte. Beginnend mit 1893 wurden Werke von Schnitzler am damals jungen Deutschen Volkstheater uraufgeführt (Das Märchen, Komtesse Mizzi, Anatol, Fink und Fliederbusch), nach dem Ersten Weltkrieg sorgten Aufführungen von Professor Bernhardi (in der Monarchie verboten) und Reigen für Aufsehen. Eine Skandalvorstellung von Reigen 1921 in den damals vom Volkstheater genutzten Kammerspielen, bei der ein antisemitischer Mob eine Saalschlacht provozierte, bewog Schnitzler, weitere Aufführungen dieses Stücks zu untersagen. Insgesamt wurden am Volkstheater 35 Schnitzler-Stücke aufgeführt, manche davon mehrfach – Gründe genug, um sich auch auf Briefköpfen in Zukunft mit diesem Autor zu verbinden. Schreiben Sie an: Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien.

 
  • SA 06. MAI 2017 10.00