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© Ahmad Naffory / Volkstheater
Uraufführung

Traiskirchen. Das Musical

von Die Schweigende Mehrheit - Tina Leisch & Bernhard Dechant
Regie Tina Leisch, Bernhard Dechant
Eine Produktion von der Schweigenden Mehrheit in Kooperation mit dem Volkstheater und den Wiener Festwochen
Sie nennen sich selbst Die Schweigende Mehrheit, weil sie überzeugt sind: „Die Schweigende Mehrheit der Menschen hat viel mehr Herz und viel weniger Angst, als man uns vormachen möchte.“ Das KünstlerInnenkollektiv hat zuletzt mit seinem Theaterstück "Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene", das zusammen mit Flüchtlingen aus dem Lager in Traiskirchen, Bürger/innen der Gemeinde und Aktivist/innen entstand, für Aufmerksamkeit gesorgt.

Im Sommer 2015 treffen sich im völlig überfüllten Lager Traiskirchen dem Krieg Entronnene und vom Frieden Verwöhnte, Seher/innen und politisch Kurzsichtige, Hetzer und Gehetzte. Man rückt zusammen. Menschen und Ideen geraten aneinander. Es kracht.

Auf dem Jahrmarkt der Barmherzigkeit vor dem Lagertor werden Kinderkleidung und Stöckelschuhe, Verschwörungstheorien und Heilsversprechen getauscht. In den Nächten im Freien legt die Sehnsucht ihr ideologisches Kostüm ab und steht ganz nackt vor der Sprache, die ihr die Erfüllung versagt. Obdachlose und Papierlose suchen um die Wette nach dem Witz, dem Song, dem Tanz, der die Kriegstreiber/innen zu Fall bringen könnte. Weltumspannende Liebesgeschichten, groteske Missverständnisse und politische Intrigen verflechten sich zu einem komischen, verwegenen Spektakel, das einige der dringenden Fragen stellt, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden.

Das Künstler/innenkollektiv Die Schweigende Mehrheit gründete sich im Sommer 2015 als vielsprachige, internationale künstlerisch-politische Interventionsgruppe, die auf Bühnen und im öffentlichen Raum die Klischees und Erzählkonventionen erschüttert, auf Grund derer die politische Auseinandersetzung auf der Stelle tritt. Traiskirchen. Das Musical treibt erbarmungswürdige Dummheiten, herzzerbrechende Skrupellosigkeiten und dreisteste Wünsche auf die Spitze des Lagerzaunpfahls. Auf die Spitze des moralischen Zeigefingers. Auf die Spitze des politischen Watschenbaumes. Auf die Spitzen dessen, was man in dieser und jener Weltgegend für absurd erachtet. Abendunterhaltung weit jenseits der Obergrenze.

 

Vor und nach der Vorstellung am 24. November werden Spenden für das Flüchtlingsprojekt Ute Bock gesammelt. Damit helfen Sie, Menschen auf der Flucht eine Zukunft zu ermöglichen.

 

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https://www.facebook.com/Traiskirchen.Das.Musical/

  • FR 24. NOV 2017 19.00
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    anschl. Publikumsgespräch
  • Konzept, Text und Regie Tina Leisch, Bernhard Dechant
  • MusikerInnen Lukas Lauermann, Jelena Popržan, Mahan Mirarab, Mona Matbou Riahi, Jörg Mikula, Sakina Teyna
  • Songs und Lyrics von Texta, Bauchklang, Leonardo Croatto, Sakina Teyna, Mona Matbou Riahi, Richard Schuberth, Emrah Ogüztürk
  • Choreografie Birgit Unger, Tim Nouzak
  • Bühne und Kostüme Gudrun Lenk-Wane
  • Licht Dulci Jan
  • Ton Gustavo Petek
  • Produktion Christina Pröll, Verena Schäffer, Thomas Auer
  • Regieassistenz Eva Sommer, Azelia Opak

mit Bagher Ahmadi, Yasser Alnazar, Stefan Bergmann, Julia Bernhard, Hanna Binder, Alireza Daryanavard, Bernhard Dechant, Ardee Dionisio, Uwe Dreysel, Daniyal Gigasari, Gat Goodovich, Laila Hajouleh, Farzad Ibrahimi, Negin Keivanfar, Jihad Al-Khatib, Amin Khawary, Jasmeet Lamba, Zaher Mahmoud, Johnny Mhanna, Haidar Ali Mohammadi, Khalid Moubaid, Mazen Muna, Nyima Ngum, Dariush Ongaie, Jantus Philaretou, Eva Prosek, Sophie Resch, Basima Saad Abed Wade, Shureen Shab-Par, Futurelove Sibanda, Pal Singh Chopra, Hicran Taptik, Moussa Thiaw

Pressestimmen

„…der Publikumserfolg der Wiener Festwochen.“

Die Furche

„Ein Hauch von Flower-Power durchzieht diesen nachdenklich und heiter stimmenden Abend, der zur Humanität aufruft und das Beste vermittelt, was Theater zu bieten hat, ein positives Gemeinschaftserlebnis.“

Die Presse

„Endlich passiert eine Aufarbeitung der Geschehnisse, endlich in einem Ton fern von jeglicher postulierter politischer Korrektheit. Ehrlich, tiefgründig – und durchaus witzig.“

orf.at

Wirklich stark, motiviert, mit saftiger Ironie die Ruhe und Gleichgültigkeit störend und die Obergrenze der Doppelmoral schleifend ist das Musical „Traiskirchen“ aber da, wo es einfach von den richtigen Menschen und ihren falsch gelaufenen Leben erzählt, die uns nicht mehr interessieren.“

Spiegel Online

„Traiskirchen 2015, das war Chaos pur. Eine Zeit für die Geschichtsbücher und doch kaum fassbar. Um es doch zu versuchen, erweist sich ein Chaos-Musical, gespielt von Profi- und Laienperformern, die „dort“ waren, als perfekte Form. (…) In allem Größenwahn ein kolossales Stück Zeitgeschichte. Musical-atypisch sinkt am Ende die Stimmung, aber ja: Auch Mikl-Leitner (grandios komisch: Khalid Moubaid) schloss plötzlich die Grenzen.“

Falter