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© Martina Lajczak
Unsere Hände wollen, wovon unsere Herzen nichts wissen

Viel Lärm um nichts

von William Shakespeare
mit englischen und bosnisch-kroatisch-serbischen Übertiteln / with English supertitles / sa bosansko-hrvatsko-srpskim titlovima
Die Krieger sind von der Schlacht zurück. Daheim angekommen wird verziehen, gefeiert und geheiratet. Liebesspiele, wohin man schaut, sogar die verfeindeten Brüder müssen sich zwangsvereinen lassen.

Nur zwei sträuben sich: Beatrice und Benedikt, beide dafür berühmt und berüchtigt, auch in Friedenszeiten das andere Geschlecht zu fliehen und einander mit Spott zu überziehen. Die Festgesellschaft hat längst bemerkt: Der langjährige „fröhliche Kleinkrieg“ zwischen Beatrice und Benedikt kann nichts anderes bedeuten als das Gegenteil, denn was sich liebt, das beschimpft sich. Und so verabreden sich die Partygäste zu einem gemeinschaftlichen Täuschungsmanöver, um die zwei Witzelsüchtigen einander in die Arme zu treiben.

Doch Streiche dienen nicht nur dem Guten, und so findet gleichzeitig eine bösartige Intrige statt: Die geplante Hochzeit mit der Tochter des Gouverneurs, deren Schönheit es dem Tapfersten der Kämpfer angetan hat, wird durch Verleumdung zum Platzen gebracht. So entsteht ein Verwirrspiel um Sein und Schein, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse, das dem sprichwörtlich gewordenen Titel alle Ehre macht. Shakespeare schrieb das Stück auf dem Zenit seiner Laufbahn als Dichter und Impressario – im gleichen Zeitraum entstanden Ein Sommernachtstraum und Wie es euch gefällt.

Der deutsche Regisseur Sebastian Schug hat am Volkstheater zuletzt Robert Seethalers Der Trafikant vielbeachtet für die Bezirke adaptiert, er inszenierte davor in Basel, Kassel und Mannheim. In Österreich arbeitete er am Schauspielhaus Graz, am Wiener Schauspielhaus und am Landestheater St. Pölten.

Weitere Termine in Planung

mit Peter Fasching (Borachio), Thomas Frank (Pater Francis), Evi Kehrstephan (Margaret), Isabella Knöll (Beatrice), Steffi Krautz (Donna John), Kaspar Locher (Claudio), Sebastian Pass (Don Pedro), Claudia Sabitzer (Ursula), Stefan Suske (Leonato), Jan Thümer (Benedikt)

Pressestimmen

„Ein wunderliches schwarzes Lustspiel, das viel vom Geist der Shakespearezeit vermittelt – zweieinhalb Stunden Powerplay. Isabella Knöll ist eine fantastisch biestige Beatrice, Jan Thümer als ihr skurilles Pendant ein überreifer Liebesverweigerer. […] Ihr Gegensatzpaar ist ebenfalls sehenswert: Nadine Quittner als Hero, Tochter des Gouverneurs, spielt nicht nur lieblich, sondern in den richtigen Momenten herb, sehnsuchtsvoll oder schrill, Kaspar Locher als junger Kriegsheld Claudio wurde passgenau für sie besetzt – ein romantisches Paar mit Hang zur Blindheit und zu emotionalen Aussetzern.“
Norbert Mayer, Die Presse

„Knöll und Thümer gelingen Momente einer geradezu abgründigen Verstrickung von Herzen und rauflustigen Händen. Gefunden haben sie einander, wenn sie zur erschöpft sind, um sich länger mit Worten und Würgegriffen zu vernichten.“
Ronald Pohl, Der Standard

„Nicht weniger unter körperlichen [sic!] Überdruck stehen die beiden in Hassliebe verbundenen Hauptfiguren Beatrice und Benedikt. Isabell Knöll [sic!] und der drahtig agile Jan Thümer lassen es bei ihrem Infight daher richtig ordentlich krachen.“
Stefan Musil, Kronen Zeitung