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© Martina Lajczak
Unsere Hände wollen, wovon unsere Herzen nichts wissen

Viel Lärm um nichts

von William Shakespeare
mit englischen Übertiteln
Die Krieger sind von der Schlacht zurück. Daheim angekommen wird verziehen, gefeiert und geheiratet. Liebesspiele, wohin man schaut, sogar die verfeindeten Brüder müssen sich zwangsvereinen lassen.

Nur zwei sträuben sich: Beatrice und Benedikt, beide dafür berühmt und berüchtigt, auch in Friedenszeiten das andere Geschlecht zu fliehen und einander mit Spott zu überziehen. Die Festgesellschaft hat längst bemerkt: Der langjährige „fröhliche Kleinkrieg“ zwischen Beatrice und Benedikt kann nichts anderes bedeuten als das Gegenteil, denn was sich liebt, das beschimpft sich. Und so verabreden sich die Partygäste zu einem gemeinschaftlichen Täuschungsmanöver, um die zwei Witzelsüchtigen einander in die Arme zu treiben.

Doch Streiche dienen nicht nur dem Guten, und so findet gleichzeitig eine bösartige Intrige statt: Die geplante Hochzeit mit der Tochter des Gouverneurs, deren Schönheit es dem Tapfersten der Kämpfer angetan hat, wird durch Verleumdung zum Platzen gebracht. So entsteht ein Verwirrspiel um Sein und Schein, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse, das dem sprichwörtlich gewordenen Titel alle Ehre macht. Shakespeare schrieb das Stück auf dem Zenit seiner Laufbahn als Dichter und Impressario – im gleichen Zeitraum entstanden Ein Sommernachtstraum und Wie es euch gefällt.

Der deutsche Regisseur Sebastian Schug hat am Volkstheater zuletzt Robert Seethalers Der Trafikant vielbeachtet für die Bezirke adaptiert, er inszenierte davor in Basel, Kassel und Mannheim. In Österreich arbeitete er am Schauspielhaus Graz, am Wiener Schauspielhaus und am Landestheater St. Pölten.

  • Premiere
    FR 02. MRZ 2018