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Uraufführung

Watschenmann

nach dem Roman von Karin Peschka
„Jeden Ärger zu verdrängen, kann nur zu Komplexen führ’n. Und drum ist es äußerst wichtig, sich schnell abzureagier’n. … Na, so gehenʼs halt in den Prater, watschen’s dort den Watschenmann.“ (Ferdinand Raimund)

Wien, 1954. Will man eine Geschichte hören, dann eine schöne. Denn Österreich ist immer noch nicht frei, die Wunden von zwei Kriegen sind noch nicht verheilt, die Menschen tragen lauter kleine Weltkriege mit sich herum. Überall entwurzelte Gestalten, die nicht wissen wohin; wohin mit ihren inneren Kämpfen und Aggressionen. Heinrich, ein junger Bursche, möchte den Menschen helfen, ihnen ihre Kriege austreiben, der Gewalt ein Ventil geben. Nur Österreicher müssen zahlen, die anderen schlagen gratis. Heinrich will der beste Watschenmann Wiens werden, so einer wie diese dümmlich dreinblickenden Figuren im Prater mit ihren Ledergesichtern. Er streunt durch die Stadt, trifft dabei auf allerlei obskure Gestalten, die aus der Zeit gefallen scheinen, und provoziert Passanten, ihn zu schlagen. Um den Schmerz auszuhalten, stellt er sich ein Tier vor, einen Raben vielleicht, um mit ihm davonzufliegen. Bérénice Hebenstreit, die 2017 Barbi Markovićs Roman Superheldinnen für die Bühne adaptiert hat, inszeniert den viel beachteten und mehrfach ausgezeichneten Debütroman der in Wien lebenden Autorin Karin Peschka. 2017 wurde Peschka mit dem Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichnet, ihr jüngster Erzählband Autolyse Wien wurde für den Österreichischen Buchpreis nominiert.

  • Premiere
    JÄN 2019