Menü
 
 

Wende wohin

Texte und Gespräche zur Lage der Demokratie

Was geht gegenwärtig in der politischen Landschaft vor? Rechtsruck, konservative Revolution, autoritäre Revolte, stille Machtergreifung antidemokratischer Gruppierungen? Wie können wir uns als Vertreter einer weltoffenen Gesellschaft in dieser Landschaft positionieren? Wie könnte eine Sprache für eine demokratische Streitkultur aussehen, jenseits populistischer Phrasen und Hate Speech? Das Volkstheater lädt unterschiedliche Expert/innen zu Podiums- und Diskussionsveranstaltungen ein, die sich in diesen sprachlos machenden Zeiten um Standpunktsetzungen bemühen. Wie wollen wir leben? Das ist die Frage, und darüber werden wir reden und streiten.

 

Wende Wohin (1) Stille Machtergreifung

Ein Vortrag von Hans-Henning Scharsach, mit anschließender Diskussion, Moderation Nina Horaczek
Der Journalist, Autor und Menschenrechtsaktivist Hans-Henning Scharsach recherchiert seit Jahren die Vernetzung der FPÖ mit deutschnationalen rechtsextremen Burschenschaften. Sein Buch Stille Machtergreifung: Strache, Hofer und die Burschenschaften ist erst vor wenigen Wochen erschienen. Im Rahmen eines Referates stellt er seine gewonnenen Erkenntnisse vor, darin auch die zahlreichen Verbindungen von Burschenschaftern und FPÖ-Politikern mit der Bewegung der Identitären. Deren Aussagen lassen auf eine bevorstehende Demontage des Sozialstaates, einen Kampf gegen die EU, Rückschritte in Sachen Frauengleichberechtigung, Einschränkungen der Pressefreiheit, des Demonstrationsrechtes und der Menschenrechte schließen. Vor welchen Herausforderungen steht die Zivilgesellschaft?
Die anschließende Debatte moderiert die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Nina Horaczek.
Samstag, 2. Dezember 2017, 15.30 Uhr, Rote Bar, Eintritt frei, Zählkarten unter 52111–400

 

Wende wohin (2) Mit Rechten reden

mit Buchautor Daniel-Pascal Zorn und Isolde Charim
Mit Rechten reden – so heißt das „Buch der Stunde“ (F.A.Z.), das der deutsche Philosoph Daniel-Pascal Zorn und seine Ko-Autoren Per Leo und Maximilian Steinbeis jüngst vorgelegt haben. Es nennt sich Leitfaden, ist aber mindestens so sehr Polemik, Analyse und Rollenspiel. Aus gegebenem Anlass untersuchen die drei Schreiber mit unerhörter Munterkeit, wie man mit „Rechten“ ins Reden kommen könnte statt ins Sich-Anschreien – und wie „Nicht-Rechte“ dem Sprach-Spiel entwischen könnten, das Rechte mit ihnen treiben. Bei der Wiener Buchpremiere von Mit Rechten reden diskutiert Daniel-Pascal Zorn mit Isolde Charim. Die Wiener Philosophin, 1999 Mitgründerin der gegen Schwarz-Blau agierenden Demokratischen Offensive, äußert sich in Falter, taz und Wiener Zeitung regelmäßig engagiert zu aktuellen politischen Fragen.
Sonntag, 21. Jänner 2018, 15 Uhr, Rote Bar, Eintritt frei, Zählkarten unter 52111–400

 
  • SO 21. JÄN 2018 15.00 Kaufen
    (2) Mit Rechten reden