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UTE

Das Volkstheater Wien ist Mitglied der Union des Théâtres de l’Europe (UTE)

 

Die Verbindung des Wiener Volkstheaters mit Künstler/innen aus aller Welt ist fester Bestandteil des künstlerischen Programms. Damit einher geht die Mitgliedschaft in der Europäischen Theaterunion (UTE), ein Zusammenschluss von 40 Mitgliedern aus 22 Ländern, darunter 18 Theater. Gemeinsam verwirklichen sie transnationale Theaterprojekte, fördern junge Theaterkünstler/innen und Kulturjournalist/innen und bieten eine Plattform für die öffentliche Diskussion brennender politischer Fragen. Österreich ist durch das Volkstheater in der UTE vertreten. Intendantin Anna Badora war bereits mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Schauspielhaus Graz Mitglied der UTE und ist aktuell ihre Vizepräsidentin.

 

CONFLICT ZONES | ZONES DE CONFLIT

Von 2014 bis 2017 arbeiteten die UTE-Mitgliedstheater an dem EU-geförderten Vernetzungsprojekt CONFLICT ZONES | ZONES DE CONFLIT, dessen erstes Projektjahr die Folgen des Ersten Weltkrieges auf die heutige politische Landschaft Europas untersucht hat und das sich in den folgenden Projektjahren mit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der äußerst gespannten Gegenwart Europas auseinandersetzte. Gemeinsame Festivals und Showcases der Mitgliedstheater und damit  einhergehende Debatten zwischen Zuschauer/innen, Kritiker/innen, Schauspieler/innen, Autor/innen und Regisseur/innen machen die kulturpolitische und künstlerische Standpunktsetzung der einzelnen Mitgliedsländer deutlich. Die in den letzten beiden Spielzeiten in der Roten Bar des Volkstheaters veranstalteten Round-Table-Gespräche zu den Themen Rechtspopulismus und Flüchtlingsbewegung (2015), Demokratie in der Migrationsgesellschaft (2016) und Zufluchtsstadttheater/Sanctuary City Theatre (2017) mit Diskussionsteilnehmer/innen aus Wissenschaft, Journalismus, Aktivismus und Kunst waren Teil des Projekts CONFLICT ZONES.

 

Digital Natives

International und digital verwobenes Theatermachen: In fünf Ländern begeben sich junge Theatermacher/innen auf Spurensuche, erforschen ihre eigene virtuelle Alltagsrealität und tauschen sich über digitale Medien laufend aus. Ein glokales Großprojekt entsteht – und wird in einer gemeinsamen Festivalnacht in fünf Theatern gefeiert.

In ihrem neuen Projekt richten die UTE-Mitgliedstheater ihr Augenmerk auf Prozesse der Veränderung in allen Lebensbereichen im Zuge der Digitalisierung. Im Rahmen des vom Volkstheater initiierten internationalen Vernetzungsprojekts DIGITAL NATIVES entstehen am Volkstheater Wien sowie an vier UTE-Partnertheatern (Schauspiel Köln, Hungarian Theatre of Cluj, Comédie de Reims, National Theatre of Northern Greece) Produktionen mit jugendlichen Spieler/innen: Neu-Inszenierungen von Concord Floral von Jordan Tannahill, das im Februar 2018 im Volx/Margareten seine deutschsprachige Erstaufführung erlebte und das sich mit sozialen Dynamiken der Inklusion und des Ausschlusses beschäftigt, sowie Stückentwicklungen zu Aspekten der digitalen Kommunikation im Alltag von Jugendlichen. Zu diesen Stückentwicklungen zählt auch die Volkstheater-Produktion Silver Surfer des Jungen Volkstheaters, das die digitale Kommunikation zwischen der Generation der Digital Natives und ihren Großeltern untersucht, und das im Frühling 2019 Premiere feiert. Über die gesamte Projektlaufzeit hinweg findet ein Austausch der jungen Theatermacher/innen aus fünf Ländern über digitale Plattformen statt.

Das Vernetzungsprojekt setzt auf die digitale Kompetenz der Generation der Digital Natives und bietet das Theater als Ort an, wo laborhaft geforscht und entwickelt werden kann, sowie auch als Ort der Reflexion darüber, wie die enormen Veränderungsprozesse nicht nur beobachtet, sondern gestaltet werden können. Begleitend zu den Inszenierungen werden Konferenzen und Round Table Gespräche die theoretische Auseinandersetzung befördern und der theatralen Praxis neue Impulse geben.

Die Digital Festival Night zum Abschluss des Projekts versammelt alle Spieler/innen an allen teilnehmenden Theaterhäusern zu einer Synchron-Party, bei der die entstandenen Theaterarbeiten präsentiert und die Möglichkeiten des vernetzten Feierns ausgereizt werden.

 

 

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Mit Unterstützung des ‘Creative Europe’ Programms der Europäischen Union