Gastspiel 
V°TVolkstheater
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GIRL FROM THE FOG MACHINE FACTORY

in deutscher, englischer, französischer Sprache mit Übertiteln
FESTIVAL THE NEW NORMAL
Sa
16.10.2021
20:00
EUR 11,–
bis EUR 52,–
Tickets
Eine zeitgenössische Geschichte mit magischem Ende von Thom Luz
GIRL FROM THE FOG MACHINE FACTORY

„‘Girl From The Fog Machine Factory‘ ist ein wunderbarer, ein ungewöhnlicher Theaterabend, höchst romantisch und herrlich komisch, ziemlich sinnfrei und absolut tiefgründig zugleich.“ (TagesWoche)

Die Geschäfte laufen schlecht in der kleinen Nebelmaschinenfabrik am Rand der Stadt. In der gegenwärtigen Situation möchte niemand mehr Maschinen kaufen, die im Kern nichts produzieren. Der Chef und seine Mitarbeiter*innen stehen ratlos im Showroom und überlegen stumm, wie man wohl die Zukunft überleben könnte. Es sind neue Ideen gefragt, neue Bilder, neue Lösungen. Die Belegschaft beginnt zu experimentieren: Wasserfälle, Planetenringe, leuchtende Nebelmeere, berühmte Skulpturen, Böcklins Toteninsel mit Ruderboot, Atompilze – alles aus Nebel nachgebaut. Ob sich aber die Firma mit derart vergänglichen Schönheiten retten lässt, steht buchstäblich in den Wolken. Wenn sich etwas stetig verändert, wie lässt es sich festhalten? Und was passiert, wenn sich die von Menschen entfesselten Produktivkräfte gegen sich selbst und ihre Urheber*innen zu wenden beginnen? Diese sonderbare Geschichte voller stillem Bühnenzauber wurde 2019 zum Berliner Theatertreffen eingeladen – und ist nun erstmals in Österreich zu erleben.

Eine Produktion von: Thom Luz und Bernetta Theaterproduktionen. In Koproduktion mit: Gessnerallee Zürich, Théâtre Vidy-Lausanne, Kaserne Basel, Internationales Sommerfestival Kampnagel Hamburg, Theater Chur, Südpol Luzern.
Unterstützt durch: Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung, Fachausschuss Theater und Tanz Kanton Basel-Stadt Kultur/Kanton Basel-Landschaft, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Look Solutions Fog Machines, Schiedmayer Celesta, Viadukt*3.

Pressestimmen
„Nebelmaschinen-Experte Thom Luz plädiert mit seiner zeitgenössischen Geschichte voll zeitloser Magie und Theaterzauber gegen die Welttüchtigkeit und bringt die Beiläufigkeit des Schönen auf den Punkt.“ (Jury des Berliner Theatertreffens 2019)

„So flüchtig wie der Nebel agieren die fünf grandios singenden, musizierenden und nebelproduzierenden Darsteller in einer losen Folge von Szenen aus dem Arbeitsleben, die gut ohne Storyline auskommt. Denn der Nebel kann alles sein, was flüchtig ist. Er wird damit zum Symbol für die Flüchtigkeit des Lebens im Allgemeinen wie die des Arbeitslebens in der Fabrik im Besonderen.“ (Die Welt)

„Worum es geht an diesem verzaubernden Abend, ist der Nebel an sich. Die Beiläufigkeit des Schönen, das Festhalten am Aufschein. (…) Auch «Girl From the Fog Machine Factory» zeichnet sich wieder durch eine exquisite Musik-Spur aus: einen klugen musikalischen Kommentar, möchte man sagen – wenn nicht der Abend überhaupt, in seiner ganzen szenischen Dramaturgie wie ein Musikstück komponiert wäre.“ (nachtkritik.de)

„Wer möchte, lehnt sich zurück, lässt sich von den teils spektakulär schönen Nebelschwaden und der dazu abgestimmten Musik berauschen, beginnt zu träumen. So entfaltet das Stück eine grosse Wirkung.“ (Musik&Theater)

„Dieser Nebel steht für alles Vergängliche, das Unfassbare, den Geist, die Kunst, die Zeit, die verstreicht.“ (Basellandschaftliche Zeitung)

Besetzung

Raum, Inszenierung 
Thom Luz
Musikalische Leitung 
Sounddesign 
Lichtkonzept 
Thom Luz

THE NEW NORMAL

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL
Unsere Welt ist eine andere. Das machen schon die Zahlen der fortdauernden Pandemie deutlich. Über 200 Millionen Infizierte, über vier Millionen Todesopfer. Gleichzeitig hat auch die Klimakrise nichts an Relevanz eingebüßt: Wälder brennen. Permafrostböden tauen. Ozeane vermüllen. Landschaften werden überschwemmt.

Beide Entwicklungen – Pandemie wie Klimakrise – bedingen einander und sind Teil unserer neuen Normalität. Umso wichtiger wird es sein, nun den Blick zu weiten und nicht tatenlos zu erstarren. Tiere, Pflanzen, Viren, Objekte, Algorithmen und Wetterphänomene: Sie alle interagieren mit uns. Wir sind mit unzähligen Organismen und Kreisläufen verschränkt. So beunruhigend in diesem Lichte der faustische Pakt mit Technologie auch scheinen mag – wir sind auf sie angewiesen, wenn wir einen Weg aus den Krisen finden wollen.
Was also bedeutet die Pandemie für unser Nachdenken über das Anthropozän? Welchen Einfluss haben Digitalität und Technologie auf Naturereignisse? Was lehren uns die Erfahrungen der vergangenen Monate über die Bewältigung existenzieller Krisen? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für den Aktivismus und für die Kunst?
Ein Wochenende lang stellt sich das Volkstheater diesen Fragen – mit großen Konzerten und Gastspielen auf der großen Bühne, mit Gesprächen und Performances in der Roten Bar und Dunkelkammer, mit Multimedia-Installationen im Weißen Salon. Und natürlich mit Bäumen und Nebel, mit Klärschlamm und Mikroben. Gemeinsam erforschen wir neue Perspektiven und versuchen, diese neue Normalität in ihrer Verflochtenheit begreifbar zu machen.
Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl