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Nahräume des Wandels. Plädoyer für eine neue Politik der Körper. (In Andenken an Jean-Luc Nancy)

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL THE NEW NORMAL - Verflochtene Körper
Fr
15.10.2021
18:00
Eintritt frei, Zählkarten
Tickets
Keynote von Prof. Dr. Karin Harrasser
Nahräume des Wandels. Plädoyer für eine neue Politik der Körper. (In Andenken an Jean-Luc Nancy)
Keynote von Prof. Dr. Karin Harrasser
Pandemie und Klimawandel, so unterschiedlich sie als Natur-Kulturereignisse sonst sein mögen, haben drastisch vor Augen geführt, was in verschiedenen Spielarten feministischen und ökokritischen Denkens seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle spielt: Menschliche Körper sind tief eingebettet in mehr-als-menschliche und in die koloniale Vergangenheit hineinreichende Prozesse des Lebens und Sterbens. In ihrem Vortrag sondiert die Medien- und Kulturwissenschaftlerin Karin Harrasser die zerstörerischen Dynamiken des Kapitalozäns im Nahraum und macht Vorschläge, wie es möglich sein könnte, den Körper als isolierte Einheit zu verlernen.

Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl

THE NEW NORMAL

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL
Unsere Welt ist eine andere. Das machen schon die Zahlen der fortdauernden Pandemie deutlich. Über 200 Millionen Infizierte, über vier Millionen Todesopfer. Gleichzeitig hat auch die Klimakrise nichts an Relevanz eingebüßt: Wälder brennen. Permafrostböden tauen. Ozeane vermüllen. Landschaften werden überschwemmt.

Beide Entwicklungen – Pandemie wie Klimakrise – bedingen einander und sind Teil unserer neuen Normalität. Umso wichtiger wird es sein, nun den Blick zu weiten und nicht tatenlos zu erstarren. Tiere, Pflanzen, Viren, Objekte, Algorithmen und Wetterphänomene: Sie alle interagieren mit uns. Wir sind mit unzähligen Organismen und Kreisläufen verschränkt. So beunruhigend in diesem Lichte der faustische Pakt mit Technologie auch scheinen mag – wir sind auf sie angewiesen, wenn wir einen Weg aus den Krisen finden wollen.
Was also bedeutet die Pandemie für unser Nachdenken über das Anthropozän? Welchen Einfluss haben Digitalität und Technologie auf Naturereignisse? Was lehren uns die Erfahrungen der vergangenen Monate über die Bewältigung existenzieller Krisen? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für den Aktivismus und für die Kunst?
Ein Wochenende lang stellt sich das Volkstheater diesen Fragen – mit großen Konzerten und Gastspielen auf der großen Bühne, mit Gesprächen und Performances in der Roten Bar und Dunkelkammer, mit Multimedia-Installationen im Weißen Salon. Und natürlich mit Bäumen und Nebel, mit Klärschlamm und Mikroben. Gemeinsam erforschen wir neue Perspektiven und versuchen, diese neue Normalität in ihrer Verflochtenheit begreifbar zu machen.
Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl