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Jenseits der Komfortzone. COVID-19 und der Globale Süden

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL THE NEW NORMAL - Post-Pandemic Politics
Sa
16.10.2021
18:00
Eintritt frei, Zählkarten
Tickets
Gespräch mit Prof. Shalini Randeria und Eric Otieno Sumba
Moderation: Dr. Andreas Wulf
Jenseits der Komfortzone. COVID-19 und der Globale Süden
Gespräch mit Prof. Shalini Randeria und Eric Otieno Sumba, Moderation: Dr. Andreas Wulf
Die Pandemie macht wie ein Brennglas die bereits zuvor existierenden Ungleichheiten und (post-)kolonialen Abhängigkeitsverhältniss unerträglich deutlich sichtbar – und verstärkt sie noch. Während in den Industrienationen bereits Gedankenspiele zur Entsorgung ungebrauchter Impfdosen kursieren, sind auf dem afrikanischen Kontinent gerade mal drei Prozent der Bevölkerung geimpft. Es ist an der Zeit, das alles als eine Spielart von Nekropolitik zu verstehen: Die großen Weltmächte können bestimmen, wer überlebt und wer stirbt. Wie wollen wir dieser globalen Dimension der Pandemie begegnen? Wie reagieren die Gesundheitssysteme und wie die Demokratiebewegungen? Welche Perspektiven gibt es – und welche Widerstände?
Auf dem Panel sitzen der Soziologe und Politwissenschaftler Eric Otieno Sumba sowie die indische Anthropologin Shalini Randeria, neue Rektorin der Central European University in Wien.

Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl

THE NEW NORMAL

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL
Unsere Welt ist eine andere. Das machen schon die Zahlen der fortdauernden Pandemie deutlich. Über 200 Millionen Infizierte, über vier Millionen Todesopfer. Gleichzeitig hat auch die Klimakrise nichts an Relevanz eingebüßt: Wälder brennen. Permafrostböden tauen. Ozeane vermüllen. Landschaften werden überschwemmt.

Beide Entwicklungen – Pandemie wie Klimakrise – bedingen einander und sind Teil unserer neuen Normalität. Umso wichtiger wird es sein, nun den Blick zu weiten und nicht tatenlos zu erstarren. Tiere, Pflanzen, Viren, Objekte, Algorithmen und Wetterphänomene: Sie alle interagieren mit uns. Wir sind mit unzähligen Organismen und Kreisläufen verschränkt. So beunruhigend in diesem Lichte der faustische Pakt mit Technologie auch scheinen mag – wir sind auf sie angewiesen, wenn wir einen Weg aus den Krisen finden wollen.
Was also bedeutet die Pandemie für unser Nachdenken über das Anthropozän? Welchen Einfluss haben Digitalität und Technologie auf Naturereignisse? Was lehren uns die Erfahrungen der vergangenen Monate über die Bewältigung existenzieller Krisen? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für den Aktivismus und für die Kunst?
Ein Wochenende lang stellt sich das Volkstheater diesen Fragen – mit großen Konzerten und Gastspielen auf der großen Bühne, mit Gesprächen und Performances in der Roten Bar und Dunkelkammer, mit Multimedia-Installationen im Weißen Salon. Und natürlich mit Bäumen und Nebel, mit Klärschlamm und Mikroben. Gemeinsam erforschen wir neue Perspektiven und versuchen, diese neue Normalität in ihrer Verflochtenheit begreifbar zu machen.
Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl