V°TRote Bar
 >>

Auf dünnem Eis. Aktivismus in der neuen Normalität

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL THE NEW NORMAL - Das Klima – ein Abriss
So
17.10.2021
17:30
Eintritt frei, Zählkarten
Tickets
Gespräch mit Katharina Rogenhofer, Ashwien Sankholkar, Florian Schlederer und Lena Schilling
Moderation: Benedikt Narodoslawsky
Auf dünnem Eis. Aktivismus in der neuen Normalität
Gespräch mit Katharina Rogenhofer, Ashwien Sankholkar, Florian Schlederer und Lena Schilling, Moderation: Benedikt Narodoslawsky
Der US-Forscher Rob Nixon nennt den Klimawandel und die politische Reaktion darauf „slow violence“ – eine in Zeitlupe stattfindende Ausübung von Gewalt. Tatsächlich stellt sich vermehrt die Frage: Kann der Klima-Aktivismus in einer immer schneller werdenden Aufmerksamkeitsökonomie den strukturell langsam verlaufenden Prozessen der Zerstörung tatsächlich Kontra geben? Wie berichtet die mediale Sphäre über Aktivismus? Welches Aktionspotential besitzt er im zweiten Jahr der Pandemie? Wie sehr lohnt individuelle Konsumkritik, solange keine harten Reformen geschehen?
Es sprechen der Investigativ-Journalist Ashwien Sankholkar (DOSSIER), Katharina Rogenhofer und Florian Schlederer vom Klimavolksbegehren (ÄNDERT SICH NICHTS, ÄNDERT SICH ALLES, 2021 bei Hanser erschienen) sowie die FFF-Aktivistin Lena Schilling, Mitgründerin des Wiener Jugendrats und engagiert in der #LobauBleibt-Besetzung.

Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl

THE NEW NORMAL

Der Mensch, die Natur und das Leben in Zeiten (nach) der Pandemie
FESTIVAL
Unsere Welt ist eine andere. Das machen schon die Zahlen der fortdauernden Pandemie deutlich. Über 200 Millionen Infizierte, über vier Millionen Todesopfer. Gleichzeitig hat auch die Klimakrise nichts an Relevanz eingebüßt: Wälder brennen. Permafrostböden tauen. Ozeane vermüllen. Landschaften werden überschwemmt.

Beide Entwicklungen – Pandemie wie Klimakrise – bedingen einander und sind Teil unserer neuen Normalität. Umso wichtiger wird es sein, nun den Blick zu weiten und nicht tatenlos zu erstarren. Tiere, Pflanzen, Viren, Objekte, Algorithmen und Wetterphänomene: Sie alle interagieren mit uns. Wir sind mit unzähligen Organismen und Kreisläufen verschränkt. So beunruhigend in diesem Lichte der faustische Pakt mit Technologie auch scheinen mag – wir sind auf sie angewiesen, wenn wir einen Weg aus den Krisen finden wollen.
Was also bedeutet die Pandemie für unser Nachdenken über das Anthropozän? Welchen Einfluss haben Digitalität und Technologie auf Naturereignisse? Was lehren uns die Erfahrungen der vergangenen Monate über die Bewältigung existenzieller Krisen? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für den Aktivismus und für die Kunst?
Ein Wochenende lang stellt sich das Volkstheater diesen Fragen – mit großen Konzerten und Gastspielen auf der großen Bühne, mit Gesprächen und Performances in der Roten Bar und Dunkelkammer, mit Multimedia-Installationen im Weißen Salon. Und natürlich mit Bäumen und Nebel, mit Klärschlamm und Mikroben. Gemeinsam erforschen wir neue Perspektiven und versuchen, diese neue Normalität in ihrer Verflochtenheit begreifbar zu machen.
Besetzung
Künstlerische Produktionsleitung 
Eva Luzia Preindl