Konzert 
V°TVolkstheater
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DESERTSHORE #1

Festival für abenteuerliche Musik und Gedanken
Einlass an beiden Tagen: 18:30 Uhr, Programm-Beginn jeweils: 19:00 Uhr
Sa
03.12.2022
20:00
Tagesticket EUR 34,- Beide Tage EUR 60,-
Tickets
Live-Konzerte ab 20:00 Uhr
kuratiert von Christian Morin
Christian Morin, der zwölf Jahre lang das Musikprogramm der Volksbühne Berlin leitete, kuratiert nun das Festival DESERTSHORE für das Volkstheater. Die Reihe wird das gesamte Haus mit Konzerten, Talks und Performances bespielen, vom großen Theatersaal bis in die Dunkelkammer und die Rote Bar.
Der Name ist der Titel einer der wunderbarsten Platten von Nico, 1970 erschienen. Seltsamerweise ist das Werk nur Insidern bekannt, obwohl in dieser von John Cale produzierten Musik eine unvergleichliche Spannung und Zerbrechlichkeit liegt. DESERTSHORE hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau danach zu graben und die Perlen der Jetztzeit aus unterschiedlichen Kontexten zu präsentieren. Perspektiven werden sich mischen und auch in Gesprächen thematisiert. An zwei Abenden wird das Publikum auf musikalische Reisen mitgenommen, kontrastreich und inspirierend.

Highlights am ersten Festivaltag:

ZOLA JESUS

Die Ambivalenz von Verlust und Begehren ist das zentrale Thema, das sich durch das Werk von Nika Roza Danilova alias Zola Jesus ziehen. Eindrücklich hat sie diese Spannung in ihrem neuen Album „Arkhon“ musikalisch bearbeitet und sich dafür den Sunn O))) Produzenten Randall Dunn mit an Bord geholt. Herausgekommen ist ein düsteres, treibendes Pop-Album. Durch die Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Matt Camberlain, der auch schon für David Bowie, Bob Dylan und Fiona Apple spielte, haben die Songs noch einmal eine neue Groove-Ebene bekommen, ohne dabei an Tiefgründigkeit zu verlieren.

ANIKA

Die in Berlin lebende Künstlerin hat eine neue Band auf die Beine gestellt und mit ihr ein fantastisches Album aufgenommen. „Change“ schwankt zwischen Zerbrechlichkeit und Kraft. Mit ihrer außergewöhnlichen Stimme umrahmt Anika eine Mischung aus Psychedelic, Dub, Pop und Experiment, die ihresgleichen sucht.

DLINA VOLNY

Die Songs Band aus Minsk klingen immer irgendwie nach David-Lynch-Filmen, was nicht nur daran liegt, dass sie Lynchs Produzent Dean Hurley abgemischt hat. Zu der kühlen Stimme von Masha Zinevitch kollidiert osteuropäischer Post-Punk mit westlichem Synthwave. Die Texte der weißrussischen Band tänzeln dabei auf dem schmalen Grat zwischen Schmerz und Euphorie,. Auch sie selbst haben emotionale Wechselbäder hinter sich. Nach der Niederschlagung der Proteste gegen die Regierung von Belarus verließ die Band ihre Heimat und lebt zur Zeit im Exil in Vilnius

APEX ANIMA & FRZNTE

Die Musik der isländischen Künstlerin Unnur Andrea Einarsdottir alias Apex Anima ist ein quirliger elektronischer Hyperpop. „I want to lick the eyeballs of free market capitalism” lautet ein zynischer Songtitel. Live wird sie begleitet von der Pole-Tänzerin Frznte.

DISCOVERY ZONE presents “Cybernetica”

„Cybernetica“ ist eine Mischung aus Konzert und Storytelling. Mit Holografien und Interaktionen mit einer virtuellen künstlichen Intelligenz, die sich als allmächtige Datenkrake herausstellt, hat die New Yorker Künstlerin JJ Weihl ein Werk geschaffen, das an die Qualität der Multimedia Pionierin Laurie Anderson heranreicht, und dieses in die Jetztzeit beamt. „Cybernetica“ wurde als Commissioned Work für das Berliner Festival Pop-Kultur entwickelt.