
©
Kostia
Rapoport
Musik
ist freiberuflicher Musiker und Komponist, studierte Komposition an Hochschulen in Hannover, Paris und Peking und lebt in Berlin. Seit 2010 arbeitet er überwiegend im Sprechtheater, schrieb und produzierte die Musik zu über 70 Produktionen an Häusern wie dem Wiener Burgtheater, dem Schauspielhaus Hamburg, der Schaubühne Berlin. Seine Stücke reichen von elektroakustischem Sounddesign zu Instrumentalkompositionen, von computergesteuerten interaktiven Klangsystemen bis hin zu Pop und Schlager. Von 2018 bis 2023 war er musikalischer Leiter am Schauspiel des Staatstheater Nürnberg.
Webseite: www.kostiarapoport.com
Webseite: www.kostiarapoport.com
Beteiligt an
Termine
Premiere
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Donnerstag,
9.10.2025,
19:30 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Sonntag,
12.10.2025,
18:00 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Mittwoch,
5.11.2025,
19:30 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Dienstag,
11.11.2025,
19:30 Uhr
EUR 13,- bis EUR 56,-
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Sonntag,
14.12.2025,
18:00 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Dienstag,
16.12.2025,
19:30 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
Ein Komet rast auf die Erde zu, der WELTUNTERGANG droht. Mit der Angst der Menschen lässt sich gut Politik machen, für die Rettung des Planeten hingegen gibt’s keine Mehrheit. Viral verbreiten sich Fake News vom Staate ASTORIA (Arbeitslosigkeit: null, Erdölvorkommen: unerschöpflich, Grenzen: dicht). Aber wer braucht im nationalen Taumel schon Wahrheit? Im versunkenen VINETA steht die Zeit still. Ohne Zeit, kein Erinnern – und ohne Erinnerung keine Geschichte. Was ließe sich aus ihr denn auch lernen? Eine SCHULSTUNDE IM JAHRE 2035 zeigt nachdrücklich: nichts.
Ein Komet rast auf die Erde zu, der WELTUNTERGANG droht. Mit der Angst der Menschen lässt sich gut Politik machen, für die Rettung des Planeten hingegen gibt’s keine Mehrheit. Viral verbreiten sich Fake News vom Staate ASTORIA (Arbeitslosigkeit: null, Erdölvorkommen: unerschöpflich, Grenzen: dicht). Aber wer braucht im nationalen Taumel schon Wahrheit? Im versunkenen VINETA steht die Zeit still. Ohne Zeit, kein Erinnern – und ohne Erinnerung keine Geschichte. Was ließe sich aus ihr denn auch lernen? Eine SCHULSTUNDE IM JAHRE 2035 zeigt nachdrücklich: nichts.
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Dienstag,
10.3.2026,
19:30 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
nur wenige Vorstellungen
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Donnerstag,
16.4.2026,
19:30 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
KOMÖDIENFESTIVAL
ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!
Donnerstag,
23.4.2026,
19:30 Uhr
EUR 17,- bis EUR 56,-
ZUM LETZTEN MAL!
Premiere
Wiederaufnahme
mit Audiodeskription
Premiere
14. April 1912. Um 23:40 Uhr zerschneidet ein Eisberg den Rumpf der RMS Titanic. Der Stunden dauernde Untergang des als unsinkbar geltenden Luxusschiffs ist die berühmteste Katastrophe der transatlantischen Seefahrt. Zahllose Filme, Bücher, Ausstellungen, Aufführungen und Fantasien sind ihr gewidmet. Zu den aufregendsten zählt ein Versepos des deutschen Lyrikers Hans Magnus Enzensberger, das er in Anlehnung an Dante „eine Komödie“ nennt. Es erzählt von Absurditäten während des Sinkens, von der Situation in den Rettungsbooten, der Mannschaft, von Toten, Überlebenden und den Hierarchien an Bord. Mal lyrisch dicht, mal lapidar, mal politisch. Es geht um Salongemälde, die Speisenfolge beim First-Class-Dinner oder die drückende Enge im Unterdeck. Ergänzt um Zeitangaben, Temperaturen, Geräusche – die unermüdlich weiterspielenden Musiker hörte man angeblich bis zuletzt.
Aber es geht um weit mehr als diesen konkreten Untergang: 1977 unter dem Eindruck von atomarer Hochrüstung, Energiekrise und ersten Warnungen vor dem menschengemachten Klimawandel verfasst, macht Enzensbergers selten gespielter Text die Titanic zum Bild für eine Zivilisation, die ungebrochen an Fortschritt, die Verheißungen der Technik und trügerische Sicherheit ihrer Komfortzonen glaubt, während die Katastrophe längst Realität ist. Ein halbes Jahrhundert später ist sein vielstimmiges Panorama relevanter denn je. Es eröffnet einen überzeitlichen Denkraum, stellt Fragen nach Verantwortung, Wahrnehmung und kollektiver Entscheidungsfindung – und zur Rolle der Kunst darin. Aber solange unsere Katastrophe nur ein lang angekündigtes Ereignis ist, das keiner wahrhaben will, betreiben wir, die Leute an Bord des Luxusliners, seelenruhig weiter unsere Gymnastik.
Aber es geht um weit mehr als diesen konkreten Untergang: 1977 unter dem Eindruck von atomarer Hochrüstung, Energiekrise und ersten Warnungen vor dem menschengemachten Klimawandel verfasst, macht Enzensbergers selten gespielter Text die Titanic zum Bild für eine Zivilisation, die ungebrochen an Fortschritt, die Verheißungen der Technik und trügerische Sicherheit ihrer Komfortzonen glaubt, während die Katastrophe längst Realität ist. Ein halbes Jahrhundert später ist sein vielstimmiges Panorama relevanter denn je. Es eröffnet einen überzeitlichen Denkraum, stellt Fragen nach Verantwortung, Wahrnehmung und kollektiver Entscheidungsfindung – und zur Rolle der Kunst darin. Aber solange unsere Katastrophe nur ein lang angekündigtes Ereignis ist, das keiner wahrhaben will, betreiben wir, die Leute an Bord des Luxusliners, seelenruhig weiter unsere Gymnastik.
14. April 1912. Um 23:40 Uhr zerschneidet ein Eisberg den Rumpf der RMS Titanic. Der Stunden dauernde Untergang des als unsinkbar geltenden Luxusschiffs ist die berühmteste Katastrophe der transatlantischen Seefahrt. Zahllose Filme, Bücher, Ausstellungen, Aufführungen und Fantasien sind ihr gewidmet. Zu den aufregendsten zählt ein Versepos des deutschen Lyrikers Hans Magnus Enzensberger, das er in Anlehnung an Dante „eine Komödie“ nennt. Es erzählt von Absurditäten während des Sinkens, von der Situation in den Rettungsbooten, der Mannschaft, von Toten, Überlebenden und den Hierarchien an Bord. Mal lyrisch dicht, mal lapidar, mal politisch. Es geht um Salongemälde, die Speisenfolge beim First-Class-Dinner oder die drückende Enge im Unterdeck. Ergänzt um Zeitangaben, Temperaturen, Geräusche – die unermüdlich weiterspielenden Musiker hörte man angeblich bis zuletzt.
Aber es geht um weit mehr als diesen konkreten Untergang: 1977 unter dem Eindruck von atomarer Hochrüstung, Energiekrise und ersten Warnungen vor dem menschengemachten Klimawandel verfasst, macht Enzensbergers selten gespielter Text die Titanic zum Bild für eine Zivilisation, die ungebrochen an Fortschritt, die Verheißungen der Technik und trügerische Sicherheit ihrer Komfortzonen glaubt, während die Katastrophe längst Realität ist. Ein halbes Jahrhundert später ist sein vielstimmiges Panorama relevanter denn je. Es eröffnet einen überzeitlichen Denkraum, stellt Fragen nach Verantwortung, Wahrnehmung und kollektiver Entscheidungsfindung – und zur Rolle der Kunst darin. Aber solange unsere Katastrophe nur ein lang angekündigtes Ereignis ist, das keiner wahrhaben will, betreiben wir, die Leute an Bord des Luxusliners, seelenruhig weiter unsere Gymnastik.
Aber es geht um weit mehr als diesen konkreten Untergang: 1977 unter dem Eindruck von atomarer Hochrüstung, Energiekrise und ersten Warnungen vor dem menschengemachten Klimawandel verfasst, macht Enzensbergers selten gespielter Text die Titanic zum Bild für eine Zivilisation, die ungebrochen an Fortschritt, die Verheißungen der Technik und trügerische Sicherheit ihrer Komfortzonen glaubt, während die Katastrophe längst Realität ist. Ein halbes Jahrhundert später ist sein vielstimmiges Panorama relevanter denn je. Es eröffnet einen überzeitlichen Denkraum, stellt Fragen nach Verantwortung, Wahrnehmung und kollektiver Entscheidungsfindung – und zur Rolle der Kunst darin. Aber solange unsere Katastrophe nur ein lang angekündigtes Ereignis ist, das keiner wahrhaben will, betreiben wir, die Leute an Bord des Luxusliners, seelenruhig weiter unsere Gymnastik.