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Uraufführung
von Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Koproduktion mit den Wiener Festwochen / Freie Republik Wien
Als Chopin seine Marche funèbre komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass sie einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen Lina Majdalanie und Rabih Mroué (Christoph Schlingensief-Gastprofessur 2025/26 an der Ruhr-Universität Bochum, ausgezeichnet mit dem Theaterpreis Berlin 2026) das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik.

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