©
von Georg Büchner
Ein Klassiker, in dem – wieder einmal – ein Mann zum Mörder an seiner Frau wird: Woyzeck ist „ein armer Mensch“, er dient als einfacher Soldat und verdingt sich als medizinisches Versuchsobjekt, indem er „nichts als Erbsen“ isst. Der Doktor erwartet sich davon bahnbrechende ernährungsphysiologische Erkenntnisse. Und tatsächlich setzt Woyzeck die Mangelernährung zu, er hört Stimmen, wird zunehmend geistig verwirrt. Trotzdem reicht Woyzecks Geld nur knapp, um das Leben mit seiner Freundin Marie und dem gemeinsamen Kind zu finanzieren. Vom Hauptmann verlacht, vom Doktor gedemütigt und bald von Marie betrogen, läuft Woyzeck durch die Welt „wie ein offenes Rasiermesser“.

Basierend auf Prozessakten schuf Georg Büchner sein Fragment gebliebenes Drama über den Geringverdiener Woyzeck und den Prozess seiner psychischen Zerrüttung. Regisseurin Mechthild Harnischmacher setzt sich nach der Inszenierung von LIKE LOVERS DO in der Dunkelkammer ein weiteres Mal mit gesellschaftlichen Strukturen auseinander, die Gewalt an Frauen begünstigen. Sie bringt das Stück als Monolog mit Ensemblemitglied Samouil Stoyanov auf die Bühne, der die folgenschwere Verbindung von sozialem Abstieg und männlicher Einsamkeit erforscht. Den Puls der Inszenierung komponiert die Ausnahmeschlagzeugerin Katharina Ernst.

Auf der Bühne

Team

Termine

Vergangene Termine anzeigen
Mehr Termine anzeigen

Content Note

Die Inszenierung verhandelt die Themen sexuelle Gewalt und Femizide.