KAMPF-L.O.L.I.T.A. (EVOLUTION IST CHEF) oder L.O.L.I.T.A. D.Z.I.O. (ZARDOZ FLIEGT WIEDER!)

oder L.O.L.I.T.A DE LARGE (Das 3. Baby) oder DIE BARBARENLOLITAS (Kampf um Kunst) oder DR. ERZLOLITA DE L.O.L.I.T.A (ZARDOZ LEBT) oder DIE ZARDOZLOLITAS (Keine Angst)
Universums-Uraufführung
Jonathan Meese zeigt sein neues Theaterprojekt in Wien. Es wurde 2020 für das Schauspiel Dortmund entwickelt und konnte in den Zeiten von Corona nur ein einziges Mal aufgeführt werden. Für das Volkstheater wird die Produktion des bildenden Künstlers und Performers überarbeitet und in kleiner, exklusiver Serie aufgeführt. Basierend auf dem gleichnamigen und umstrittenen wie weltberühmten Roman des russischen Autors Vladimir Nabokov, stellt Meese den Mythos Lolita ins Zentrum seiner Kunst und überführt die Romanvorlage in seinen eigenen mythologischen Kosmos:
Lolita als die einzige Alternative zu allem, Lolita als Utopie und als Idealbild der Frau, die perfekte Verkörperung einer zu errichtenden neuen Ordnung. Lolita wird angestarrt und rückhaltlos bewundert und verehrt. Sie löst bei Betrachter*innen die Revolution aus. „Lo-li-ta: Die Zungenspitze unternimmt eine Reise von drei Schritten den Gaumen herunter, um beim dritten an die Zähne zu stoßen ...“ (Nabokov)

Lo. Li. Ta. Das ist das ideale, bloße Bild einer Sache, die reine Waffe, die kein Mensch mehr ist, sondern ein Zustand, wie – für Meese – Marquis de Sade, Oscar Wilde, Scarlett Johansson, Adolf Hitler oder auch die Kaiserin Sissi. Alle Darsteller*innen sind alle Figuren des Romans gleichzeitig: Jede*r ist eine Lolita oder eine Dolly oder eine Dolores oder einfach nur eine Lo. Natürlich sind sie auch Lolitas Mutter, Dolores Haze oder Hauptprotagonist Humbert Humbert sowie sein Konkurrent Clare Quilty, als auch Zardoz, Captain Spock, Robespierre und SS Obersturmbandführer Tanz …
Ohne feste Absprachen oder Spielanleitungen entsteht an jedem Abend – mit Gästen wie Lilith Stangenberg, Bernhard Schütz, Maximilian Brauer und natürlich Jonathan Meese selbst auf der Bühne – eine neue Erzählung. Die so entstehenden Bilderwelten verbinden sich mit Wörtern oder kurzen Texten zu einem dichten Netz von Informationen und verleihen diesen speziellen Abenden emblematischen Charakter. Es gilt das Prinzip der Sporttasche: Pack ein, was du zum Spielen brauchst!
Besetzung

Regie, Bühne, Kostüm 
Bühnenmitarbeit 
Louisa Robin
Nane Thomas
Kostümmitarbeit 
Dramaturgie, Soundtrack 
Pressestimmen
„Großartig anarchisch (…) [Meeses] Chaos hat Methode. Es speist sich aus der Populärkultur genauso wie aus der weiten Welt der strammdeutschen Mythen. Und dann fischt Jonathan Meese natürlich auch noch aus dem Pool der eigenen Neurosen. Wenn alles gutgeht, fügen sich die widerspenstigen Elemente in den herrlichsten Wahnsinn. Am Wiener Volkstheater geht alles gut. (…) So geht Wahnsinnstheater.“ (Stephan Hilpold, Der Standard)

„Pure Kunst, starke Bilder. (…) Bis Saisonende kehrt [Meese] jeden Monat zurück. Auf ins Volkstheater. Jede Vorstellung ist anders, denn Meeses Theater lebt von der Veränderung.“ (Susanne Zobl, News)

„Eine illustre Spielrunde bestehend aus Martin Wuttke, Maximilian Brauer, Uwe Schmieder, Anke Zillich und Lilith Stangenberg schlüpft dazu in unterschiedliche Rollen und aberwitzige Kostüme. Jeder darf auch mal Lolita sein, Hauptlolita ist aber die vielfach ausgezeichnete Theater-und Filmschauspielerin Lilith Stangenberg. Ihre Performance ist so beeindruckend wie gewaltig. (…) ein monströses, großartiges und bisweilen rührendes Theaterkonzert.“ (Christine Ehardt, Die Furche)

„Ein Highlight ist Martin Wuttke, der als zugekiffter Roadie erzählt, was für ein geiler Typ Hitler gewesen sei. Aufgabe erfüllt: Man hat den Teufel so lange beim Namen genannt, bis er in die Hölle geflohen ist.“ (Karin Cerny, profil)

„Lilith Stangenberg und Maximilian Brauer sind geeicht auf Darstellungsweisen, die nichts mehr mit herkömmlichem Bühnenspiel gemein haben – „Wir sind härter als jedes Theater“ – und laufen in der Szenenfolge zu Hochform auf.“ (Petra Paterno, Wiener Zeitung)
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 Wien-Premiere 
Do
04.11.2021
19:30
EUR 15,–
bis EUR 58,–
Tickets
Do
13.01.2022
19:30
2 Std.
15 Min.
ABGESAGT auf Grund eines CORONA-Falles im Ensemble

 
Abgesagt
So
13.02.2022
19:30
2 Std.
15 Min.
EUR 11,–
bis EUR 52,–
Tickets
Do
24.03.2022
19:30
3 Std.

EUR 15,–
bis EUR 52,–
Tickets
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