DER TERMIN

Uraufführung
nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Volckmer
Deutsch von Milena Adam - Theaterfassung von Matthias Seier & Laura N. Junghanns
„Wie Nowak den klugen, launigen Text stemmt, beschert der kleinen Bühne eine große Show." (Michael Wurmitzer, Der Standard)

Eine Praxis in London an einem Wintertag. Ein junger, namenloser Mensch aus Deutschland entblößt sich vor dem Arzt Dr. Seligman. Und vertraut ihm in einem unkontrollierten Sprechakt die eigene Lebensgeschichte an: die dunkelsten Obsessionen, das Ringen mit sich selbst und der eigenen Identität. Intime Erinnerungen an Hitler, Hunde, Sexroboter, Nachkriegstraumata, Badeanstalten, Jesusmaschinen und an all die Wunden, die die Erinnerung schlägt. Hier spricht ein Mensch, der sich nicht geborgen fühlt – nicht in der Herkunft und noch weniger in sich selbst. Ein Gedankenstrom, eine kompromisslose Fülle der Bilder, ein Russisches Roulette der Worte. Und erst nach einer Zeit erfahren wir, was genau dieser Termin bei Dr. Seligman bezwecken soll – und mit welcher großen Geste der Mensch die Gespenster der Vergangenheit aus sich auszutreiben versucht…

Ein fassungslos machender, begeisternder, unverschämt frecher und im eigentlichen Wortsinne „queerer“ Monolog: The Appointment, das literarische Debut der deutschen Exil-Londonerin Katharina Volckmer schlug in der englischsprachigen Literaturwelt ein wie, nun ja, eine Bombe. Man zog Vergleiche mit Philip Roth, mit William S. Burroughs und natürlich auch mit Thomas Bernhard. Schriftsteller*innen wie Chris Kraus, Ian McEwan oder Frank Witzel gingen auf die Knie, während deutsche Verlage den Roman einer nach dem anderen ablehnten, nun feiert die Theateradaption Uraufführung in Wien.
Besetzung

Sounddesign 
Kostüm 
Video Art 
Dramaturgie 
Pressestimmen
„Lavinia Nowak ist eine fabelhafte Solodarstellerin für die Inszenierung von Laura N. Junghanns. Mit burschikoser Frisur lungert sie im Stuhl, stemmt die Füße lässig in die Beinhalter oder stellt sich auf die Polsterung, um ihren Hintern zu zeigen: Ist er zu groß? Wie sie die Stimmung zwischen forsch, skeptisch und intim moduliert, ist stark. Wütend klagt sie über die Sexualisierung und Bewertung weiblicher Körper. Keck will sie einen Sexroboter, um sich – es wird schlagartig traurig – nicht auf andere Menschen einlassen zu müssen, die sie verletzen könnten. Wie Nowak den klugen, launigen Text stemmt, beschert der kleinen Bühne eine große Show.“ (Michael Wurmitzer, Der Standard)

„Statt brachialer Provokation hebt Laura N. Junghanns die literarischen, poetischen Qualitäten des Romans hervor. (…) Nowaks von der Kurzhaarfrisur gerahmtes Gesicht ist das eines Buben, der Böses im Schilde führt. Ihre Stimme gibt sich mal verletztlich, mal herausfordernd, stets gewinnend.“ (Martin Pesl, Wiener Zeitung)

„Was als Provokation beginnt, wird mit der Zeit zur Innenschau. ‚Diese bescheuerten Regeln, die für Frauenkörper gelten‘, scheinen sich in der festgefahrenen Haltung im Gynäkologiestuhl zu manifestieren. Nowak schafft es trotz der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten mitzureißen und der ambivalenten Figur Konturen zu schaffen. Videoprojektionen von Marvin Kanas unterstreichen die mal böse, mal traurige Wortflut. Ein verstörender Abend, der es einem schwer macht, ihn zu mögen. Aber das ist gut so!“ (Sara Schausberger, Der Falter)

PRESSESTIMMEN ZUM ROMAN DER TERMIN

„All das ist fantastisch, es ist so genau beobachtet, wie es nur jemand schreiben kann, der, wie Volckmer, über die eigene unsäglich bekannte Heimat spricht, und gleichzeitig so lange im Ausland gelebt hat, dass er diese Heimat mit der amüsierten Verwunderung einer Fremden betrachten kann. (…) Um das ganz deutlich zu sagen: Volckmer legt einen der besten Romananfänge der deutschen Literatur hin.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Eine verzweifelte und immer wieder wahnsinnig komische Odyssee auf der Suche nach einer kulturellen und sexuellen Identität.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"In a furious comic monologue, the German-born narrator of this debut novel riffs on national shame, family secrets, sex and more with a disregard for propriety worthy of Alexander Portnoy." (New York Times Book Review)

"Veering from the sexual to the shocking to the mundane in the space of paragraphs...’The Appointment’ is a darkly funny untangling of national and sexual identity." (The Guardian)
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So
28.11.2021
20:00
1 Std.
30 Min.
ABGESAGT AUFGRUND DES VERORDNETEN LOCKDOWNS
 
Abgesagt
Di
07.12.2021
20:00
ABGESAGT AUFGRUND DES VERORDNETEN LOCKDOWNS
 
Abgesagt
Di
14.12.2021
20:00
1 Std.
10 Min.
ABGESAGT
 
Abgesagt
 Premiere 
Do
27.01.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
Sa
29.01.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
Mi
02.02.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
Mi
16.02.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
So
06.03.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
Sa
26.03.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
Do
07.04.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
ABSAGE auf Grund einer Erkrankung im Ensemble
 
Abgesagt
Mi
18.05.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
Di
24.05.2022
20:00
1 Std.
10 Min.
EUR 20,– /
erm. EUR 7,–
Tickets
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