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DER FALL JULIA K.

Uraufführung
Vom INSTITUT FÜR MEDIEN, POLITIK UND THEATER
EIN STÜCK TRUE CRIME

Im Jahr 2006 verschwindet die 16-jährige Niederösterreicherin Julia Kührer spurlos. Nach sechs Jahren erfolgloser Suche werden ihre verbrannten Leichenreste im Erdkeller des Videothekbesitzers Michael K. gefunden. Nach einem siebentägigen, medial breit diskutierten Prozess wird der „DVD-Michi“ von einem Geschworenengericht zu lebenslanger Haft verurteilt – und ganz Österreich sieht zu. Doch viele sind von der Unschuld Michael K.s überzeugt, denn der Fall wirft zahlreiche Fragen und Leerstellen auf: widersprüchliche Zeug*innenaussagen, mögliche andere Täter und unterschiedliche Mordtheorien. Zudem kommt der Verdacht einer politischen Einflussnahme: Wurde Julias Ex-Freund Thomas S. von seiner Familie in Schutz genommen, die sich in hohen politischen Kreisen bewegt? Könnte es sein, dass Michael K. voreilig als der „perfekte Täter“ schuldlos verurteilt wurde? Oder handelt es sich dabei um eine wüste Verschwörungstheorie?
Das Institut für Medien, Politik und Theater, das bereits mit seinem Format DIE FELLNER-LESUNG für Furore sorgte, recherchiert seit über einem Jahr zu dem Fall Julia K. und hat exklusiven Einblick in den gesamten Akt erhalten. Das Kollektiv aus Journalist*innen und Theaterschaffenden begibt sich auf eine Spurensuche in die Tiefen der niederösterreichischen Weinkeller und Archive, wühlt sich durch unzählige Indizien und versucht die verschiedenen Puzzleteile zusammenzufügen, indem eine imaginierte Wiederaufnahme des Prozesses auf die Bühne gebracht wird. Ein Spiel mit wahren Begebenheiten, eine theatrale Ermittlung, ein Stück True Crime.

Spezieller Dank für die Rechtsexpertise an Jakob Pflügl

 
  • Premiere
    11.2021
  • Bühne und Kostüme CAMILLA HÄGEBARTH
  • Musik CLEMENS WENGER
  • Recherche und Dramaturgie EMILY RICHARDS, JENNIFER WEISS, ANNA WIELANDER