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Illustration: Valerie Tiefenbacher

In der Strafkolonie – Ein Live-Hörspiel

nach Franz Kafka
Fassung von Sören Kneidl, Michael Isenberg und Edwin Vanecek
Bei der Vorstellung kommt es zum Einsatz von Stroboskop-Licht.
12 Stunden dauert die Hinrichtung. Nach 12 Stunden Marter geht selbst dem Blödesten der Verstand auf, und er kann es endlich lesen, das Gesetz. Nicht mit seinen Augen, sondern mit seinen Wunden.

In Europa kursieren Gerüchte über einen eigentümlichen Apparat, eine Exekutionsmaschine, die auf einer abgelegenen Insel in den Tropen, in einer vom Heimatland abgeschnittenen Strafkolonie immer noch in Betrieb sein soll. Vor vielen Jahren wurde sie von einem sagenumwobenen Kommandanten entworfen, bevor die Kolonie nach dessen Tod in Chaos und Apathie versank. Ein Reisender wird auf die geheime Mission geschickt, die Insel und das dortige Rechtssystem auszukundschaften. Sein Bericht offenbart einen Horror, der buchstäblich unter die Haut geht …
Vor 100 Jahren schockierte Franz Kafka mit seiner Erzählung das Publikum. Bis heute hat sie nichts von ihrem faszinierenden Schrecken eingebüßt.
Nach dem Publikumserfolg von Frankenstein präsentiert Sören Kneidl, gemeinsam mit den Musikern Lukas Böck und Robin Gadermaier, einen weiteren Klassiker der Horrorliteratur im Volx/Margareten als atmosphärisch dichtes Live-Hörspiel.

 

Mit freundlicher Unterstützung von


mit Lukas Böck (Schlagzeug), Robin Gadermaier (Bass), Sören Kneidl

Pressestimmen

„Kneidl rasselt mit Ketten, raschelt mit Blattwerk, plätschert mit Wasserflaschen und mischt das Ganze zu einem kunstvollen Soundtrack, mit dem er seine mit sich selbst gesprochenen Dialoge untermalt. (…) „In der Strafkolonie“ ist als Mischung aus Club-Abend und Performance ein wichtiges Zusatzangebot, wie es jedes Theater von der Größe des Volkstheaters braucht, und wurde vom jungen Publikum bei der gestrigen Premiere auch mit Begeisterung aufgenommen.“
Wolfgang Huber-Lang, APA

„Verlockung und Gefahr der kolonialen Exotik inszeniert er [Sören Kneidl] in einer minimalistischen Robinsonade samt Schiffshavarie und Pirsch durch den Dschungel. Eine Batterie von Mikrofonen, Verzerrern, Echogebern pustet Alltagslaute auf zur Dschungelmelodie. Kneidl nimmt Donnerblech, Gitarre, Akkordeon zur Hand. Robin Gadermaier und Lukas Böck entreißen Bass und Schlagzeug den durchdringenden Konter-Beat der Geschlagenen.“
Hans Haider, Wiener Zeitung

„Man kann fasziniert zusehen, wie dieses Hörspiel in einem Guss verwirklicht wird. Regisseur Sören Kneidl, der mit Michael Isenberg und Edwin Vanecek die Textfassung erstellte, spielt auch den Erzähler. Er zeigt sich erfindungsreich im Hervorbringen von Geräuschen und Tönen. Den Großteil des konzertanten Teils bestreiten jedoch flankierend zwei Musiker: Lukas Böck am Schlagzeug und Robin Gadermaier am Bass werken virtuos. (…) Diese kafkaesken Gehilfen bereiten großes akustisches Vergnügen. Toll – 70 Minuten reine Energie. (…) Die heftig beklatschte Inszenierung ist fantasievoll gemacht, gespielt wird mit Lust.“
Norbert Mayer, Die Presse

„Der nur eine gute Stunde dauernde Abend erinnert gleichermaßen an eine Performance wie an ein Rockkonzert und ist bei aller Gruseligkeit sehr leicht konsumierbar, manchmal ist er sogar komisch.“
Guido Tartarotti, Kurier

„… ein sehenswertes Spektakel zwischen Schlagzeug, Jazzbass und Tonbandsalat. (…) Eine Performance, ein Kafka-Kommentar, der für dessen zu Papier gebrachten Albtraum buchstäblich neue Saiten aufzieht, die Musik ein Mix aus Extended Rage Metal, kakophonischem Psychedelic und wie zerspringend klingendem Free Jazz, im düsteren Stroboskop-Licht-und-Schatten-Spiel eines Tonstudiosettings, in dem Kneidl vielstimmig mal Ich-Erzähler, mal Offizier, mal melancholischer Akkordeonist ist.“
Michaela Mottinger, Mottingers Meinung