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Workshop

Ministerium für Versuchungen

Shopping, Zigaretten, Internet, Alkohol, Glücksspiel, Handy, Heroin – zu vielen Substanzen und Tätigkeiten kann man eine Sucht entwickeln. Aber warum wird jemand süchtig? Und warum sind manche Menschen anfälliger für Suchtkrankheiten als andere? Warum ist es so schwierig, Sucht zu überwinden? Ist das Charakterschwäche? Muss man sich einfach ein wenig zusammenreißen, um das Leben wieder in den Griff zu kriegen?
Das Ministerium für Versuchungen will das Thema Sucht in seiner persönlichen und gesellschaftlichen Dimension verstehen. Gründe, zu schädlichen Substanzen zu greifen oder etwas im Übermaß zu konsumieren, gibt es viele. Oft geht es beispielsweise um eine Linderung von seelischem Schmerz, ein Erleben von Gefühlen wie Frieden, Sicherheit, Geborgenheit, Ruhe und Entspannung – um den Wunsch, sich mit der Welt verbunden zu fühlen. Doch dieser Wunsch ist ein emotionales Grundbedürfnis, das alle Menschen teilen. Was also fehlt in unserer Gesellschaft, was ersetzen die Suchtmittel? Welche Bedürfnisse werden nicht gestillt?

Gemeinsam mit Studierenden des 2. Jahrgangs Darstellende Kunst und Tanz der Musik und Kunst Privatuniversität und Expert/innen aus den Bereichen Sucht und Suchthilfe gehen wir auf theatrale Feldforschung.